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Wenn aus Kindern pubertierende Jugendliche werden…

Hormonschübe, Ego-Trips und kein Bock mehr auf Familienurlaub?

Im Rahmen unseres diesjährigen Stammtisches am 26. April 2018 hatten alle interessierten Eltern der Liebigschule Gelegenheit, sich zum Thema Pubertät auszutauschen und fachlichen Rat einzuholen. Aus dem Beratungszentrum Laubach und Grünberg waren Susanne Funck und Sibylle Goller als Expertinnen eingeladen.

Dirk Hölscher  sowie Petra Luh und Kerstin Manser begrüßten über 40 Eltern in der Cafeteria der Liebigschule

Die beiden Expertinnen hatten sich einen besonderen Start überlegt: Sie spielten einen Song aus den 80ziger Jahren und luden die Eltern ein, sich mit Hilfe der Musik in die Zeit der eigenen Pubertät zurückzuversetzen. Wie fühlte man sich selbst in dieser Lebensphase? Was war wichtig während der Pubertät und welche Themen standen so gar nicht im Mittelpunkt der eigenen Gedanken? Wie waren die Erfahrungen mit dem ersten Freund/der ersten Freundin? Welche Discotheken wurden besucht? Die Teilnehmer des Abends begaben sich auf eine kurze Zeitreise.

Anschließend stellten die beiden Referentinnen ausgewählte Themen vor, zu denen sich die Eltern in Kleingruppen austauschen konnten:

  • Beziehung  zu den Eltern / Ablösung
  • Schule / Freunde / Sexualität
  • Alkohol und Drogen
  • Soziale Medien

Welche Erfahrungen aus der eigenen Pubertät sind prägend für den Umgang mit den Kindern? Was sind aktuelle Herausforderungen? Welche Lösungsansätze haben andere Eltern gewählt/ausprobiert? Hierzu fand ein reger Austausch statt.

Die Referentinnen gaben fachlichen Input und hilfreiche Tipps und zeigten mehrfach auf, dass während dieser Lebensphase Eltern und Jugendliche ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Schule, Hausaufgaben und selbständiges Lernen sind für Pubertierende Themen, mit denen man sich möglichst wenig beschäftigen mag, während diese Themen meist für Eltern viel zentraler sind.  Statt dessen sind die Kontakte mit Freunden – auch über soziale Medien -, Discobesuche,  die Veränderung des eigenen Körpers, Beispiele dafür, was bei den Jugendlichen im Fokus steht.

Klare und nachvollziehbare Grenzen zu setzen, Gelassenheit zu bewahren und die Zügel immer mal wieder locker zu lassen  – das war der Rat der Referentinnen.

Sie verdeutlichten auch, dass die Schülerinnen und Schülern während der Pubertät in besonderer Weise gefordert sind. Im Gehirn finden erhebliche “Umbauarbeiten” statt , Synapsen werden neu gebildet, dies wirkt sich auch auf die Leistungsfähigkeit der Jugendlichen aus. Die beiden Referentinnen empfahlen, dafür Verständnis zu zeigen und regelmäßig mit seinen Kindern im Austausch zu bleiben. Dann werde es gelingen, die Zeit der Pubertät gut zu meistern.

Der gemeinsame Austausch unter den Eltern und die Gewissheit, dass die Auseinandersetzungen im eigenen Umfeld auch in anderen Familien auf der Tagesordnung stehen, war für viele Anwesende eine beruhigende Erfahrung.

Wir freuen uns  über die große Resonanz für diesen Stammtisch. Das abschließende Feedback zeigte eine mehrheitliche Zufriedenheit und gab Anregungen und Ideen für neue Stammtisch-Themen. Hierfür sagen wir herzlichen Dank.

Ihr Vorstand des Fördervereins

 

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